Kornaten  

August 1997

Bild 1:  Nach zehnstündiger Anreise übernahmen wir diesmal unser Schiff die Felicita in der Marina Veruda bei Pula. Die plötzlich auftretende Gewitterfront war zwar interessant anzusehen, die stürmischen Böen veranlassten uns jedoch, unser Auslaufen um zwei Stunden zu verschieben.

Bild 2:  Da es für Männer ('richtige' Männer) nicht angebracht ist, mit langen Haaren eine Segelyacht zu steuern, wurde Andy von Wolfgang ein entsprechender Haarschnitt verpasst. Wer Wolfgang kennt weiß, dass dies kein normaler Haarschnitt werden würde...

Bild 3:  Nach 20 Minuten war es dann soweit. Steht ihm doch gut, oder? Andy war 'leider' nicht dieser Meinung und sein toller Irokesenschnitt musste noch vor dem ersten Landgang bereinigt werden.

Bild 4:  Nach dieser Aktion ging Wolfgang dann freiwillig ins Dingi, bevor Andy ihn kielholen konnte ;-)

Bild 5: Obwohl wir beim Ankern Probleme mit unserem Motor hatten, er nahm im Retourgang kein Gas mehr an, ließen wir uns die gute Laune nicht verderben und sangen mit Andy´s Gitarrenbegleitung altbekannte Lieder von G. Danzer, W. Ambros usw.

Bild 6:  Da wir den Fehler nicht in Eigenregie lokalisieren konnten, waren wir gezwungen die Marina Mali Losinj anzusteuern. Unsere Uhr zeigte 15:10 Uhr als wir vor geschlossenen Werkstatttüren standen und erfahren mussten, dass von 15 bis 18Uhr Pause ist. Etwas sauer wegen dem aufgezwungenen Aufenthalt konnten wir zumindest ausgiebigst von den Duschen Gebrauch machen. Endlich 18Uhr - der Meister wurde geholt - er sah kurz in den Motorraum und deutete uns, dass er den Dieselfilter als mögliche Ursache ansah und ihn tauschen musste. Dieses Ersatzteil konnte aber frühestens am nächsten Tag besorgt werden, weshalb wir beschlossen den alten auszubauen und zu reinigen. Im Zuge dieser 'Wartungsarbeiten' reinigten wir auch alle Dieselsiebe und versuchten schlussendlich die ganze Anlage wieder zu entlüften. Bei diesem Arbeitsvorgang scheiterten wir jedoch kläglich und mussten am nächsten Morgen auf den 'Meister' zurückgreifen. Um 8 Uhr erfolgte der erste Startversuch, nach weiteren vier Stunden roch das Schiff zwar wie ein Tanker, der Motor lief jedoch einwandfrei und wir konnten endlich ablegen.

Bild 7:  Wer den Anweisungen des Skippers nicht Folge leistet, wird mit 1 Stunde Backskiste bestraft...

Blödsinn: Wolfgang tauschte Platz mit den Fendern und versuchte die Verkabelung unseres Autopiloten wieder in Gang zu setzen, der uns während einer Nachtfahrt leider ausgefallen war.

Bild 8:  Ein prüfender Blick in die Karte, ob wir eh´ dort sind, wo wir sein sollten...

Bild 9:  Die Palmecana-Marina ist zwar von der Lage sehr schön, jedoch gab es zu wenige funktionierende Anschlüsse für Strom und Wasser, sodass die Schiffe am Ende des Steges das Nachsehen hatten. Abgesehen vom extrem hohen Preis für den Anlegeplatz zeichnete sich das Personal auch nicht gerade durch Höflichkeit oder gar Hilfsbereitschaft aus und so waren wir froh, am nächsten Tag wieder auslaufen zu können. 

Bild 10:  Auf diesem Foto sieht man, dass es absolut notwendig ist vor dem Auslaufen bzw. Segel setzen, 'klar Schiff' zu machen und alles was herumfliegen könnte sicher zu verstauen. Bei dieser Lage waren die Unannehmlichkeiten der letzten Tage rasch vergessen und die ganze Crew genoss das pure Segeln.

Bild 11: Die Crew von links nach rechts: Wolfgang, Andrea, /me, Eva, Andrea, Andy

Bild 12:  Bei Sibenik, an alten Verteidigungsanlagen vorbei, geht es flussaufwärts durch einen Canyon, in dem früher einige Winnetou-Filme gedreht wurden bis man schließlich einen Brackwassersee erreicht. Nach der obligatorischen Badepause fuhren wir den Fluß weiter bis wir nach Skradin gelangten, einem reizenden kleinen Ort mit einer sehr schönen Marina. Der Landgang wurde mit einem ausgiebigen Abendessen und einem Abstecher zum legendären Weinbauer und Schnapsbrenner 'Mattje' verbunden. Anschließend gaben wir am Schiff noch ein paar Lieder von uns und ernteten als Dank dafür einige Bierdosen - oder war das gar ein Wink, dass wir aufhören sollten?

Bild 13:  Am nächsten Tag ging´s mit Ausflugsbooten die Krka weiter flußaufwärts bis zum Nationalpark. Nach dem Kauf der Eintrittskarten machten wir über die sehr schön angelegten Wege einen Rundgang um das Areal der Wasserfälle und Biotope. Dieser Nationalpark ist auf jeden Fall einen Ausflug wert!

Bild 14:  Dieses Bild zeigt einen Ausschnitt der Krka Wasserfälle, welche sich über viele Etagen auf eine Länge von ca. 1 Km erstrecken. Im letzten Becken war das Baden erlaubt, was auch sehr viele Einheimische und Touristen nützten.

Bild 15:  Was gibt es Schöneres, als zwei Hobbies miteinander zu verbinden...

Fast jeden Abend wurde der Antennendraht mit Hilfe des Spinnakerfalles aufgezogen, um mit unseren Freunden in der Heimat Kontakt aufnehmen zu können. Dabei wurden Neuigkeiten ausgetauscht, unsere Erlebnisse des Tages erzählt und aktuelle Wetterberichte eingeholt.

Bild 16:  Am letzten Tag bei der Heimfahrt zur Marina ertönte plötzlich ein lauter Warnpiepser. Schnell wurde festgestellt, dass der Keilriemen gerissen war. Da wir ziemlich weit vom Ufer entfernt waren und kein Wind ging beschlossen wir, uns ohne Segel treiben zu lassen um den Tausch vorzunehmen. Die eifrigen Bemühungen wurden von den aufgeregten Zurufen unserer Frauen unterbrochen, die da meinten, dass ein Frachtschiff direkten Kurs auf uns hätte. Dies stimmte leider und da wir nicht die entsprechende Flagge gehisst hatten, starteten wir kurz den Motor und begaben uns aus der Fahrrinne des Frachters. Danach konnten wir ungestört den Keilriemen tauschen und die Heimfahrt fortsetzen.

 

 


 

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Letzter Update: 28-09-09