 |
Bild 1: Übermütig,
weil wir nach langer und anstrengender Autofahrt nun endlich
auslaufen konnten und frisch von der Tanzschule, wo wir vor kurzem
einen Rock´n Roll Kurs absolvierten, mussten wir nach einigen
Aufforderungen unser Können unter Beweis stellen. Man hat zwar den
gleichen Platz wie in so manchen 'Tanzlokalen' muss sich jedoch an
das Schaukeln gewöhnen :-|
Die Crew setzte sich aus Andrea & Andreas, unseren langjährigen
Freunden und Segelpartnern, Regina & Theo sowie aus Andrea &
Andreas unserem Bauleiter - will heißen, dass das Projekt Hausbau
erfolgreich abgeschlossen wurde ;-) zusammen. Ausgangs- u.
Zielhafen: Biograd. |
 |
Bild 2: Nachdem diesmal
4 Landratten (= 1.Törn) dabei waren, wurde noch am ersten Tag eine
kurze Einschulung der wichtigsten Begriffe und Übungen wie Segel
setzen, reffen und wieder bergen, durchgeführt. Danach konnten wir
so richtig den ganzen Tag bei frischem Wind segeln. |
|
Bild 3: In den
Nachmittagsstunden wurde es zunehmend dunkler und eine Wolkenfront,
die ursprünglich am Horizont zu sehen war, näherte sich uns
schnell. Zu diesem Zeitpunkt waren unsere neuen Mitsegler froh,
alles schon einmal bei normalem Wetter geübt zu haben, sodass das
Segelbergen recht flott ablief. Andy suchte mit Hilfe der Karte die
Durchfahrt zu einer kleinen Marina, die sich querab von unserer
Position befinden sollte. Jedoch war diese bei den diesigen
Lichtverhältnissen sehr schwer auszumachen. In den nächsten
Minuten brach ein richtiger Gewittersturm mit heftigem Regen über
uns herein. Als wir die Durchfahrt passierten wurde der Regen immer
stärker und ging schließlich in Hagel über. Glücklicherweise war
die Marina schon in Sichtweite. |
|
Bild 4: Aufgrund der
Wassertiefe bzw. unseres Tiefganges von knapp 2,5m konnten wir
leider nicht den ersten Steg anlaufen, sondern mussten weiter hinten
anlegen. Die Zufahrt gestaltete sich äußerst mühsam, da die
Fahrrinne nur ungefähr eine Bootslänge breit war und wir mit dem
Schiff noch wenden mussten, um am einzigen freien Platz anlegen zu
können. Das Anlegemanöver war trotz Sturm, Hagel und unter der
Mithilfe der wenigen geübten Crewmitglieder sehr gut abgelaufen.
Endlich sicher zwischen der Muring und den Achterleinen liegend,
genehmigten wir uns einen großen, kräftigen und wärmenden
Manöverschluck. |
 |
Bild 5: Zwei Stunden
später, der Regen hatte aufgehört und das Deck war bereits wieder
am Trocknen, stärkten wir uns mit Spaghetti.
v.l.n.r.: Andrea, Regina, /me, Theo, Andreas (Bauleiter) |
 |
Bild 6: Ausblick vom kleinen
Hügel hinter der Marina... |
 |
Bild 7: Am nächsten Tag
wurde eine nahegelegene Bucht für einen Badetag angesteuert. Bei
der Gelegenheit wollten wir auch das kaputte Ankerlicht auswechseln
und so ging´s im Bootsmannstuhl auf den 21m hohen Mast. Eine ganz
ungewöhnliche Perspektive. |
|
Bild 8: Nachdem wir
nicht jedes mal zum Grillen an Land fahren wollten und es auch von
den örtlichen Gegebenheiten nicht immer möglich war, überlegten
wir kurz, ob es da nicht noch andere Möglichkeiten gab, doch an
Bord zu grillen. Wir banden Leinen an die Basarella und spannten
diese vom Spiegel weg, sodass der Griller direkt über dem Wasser
aufgestellt und das Schiff nicht beschädigt werden konnte. Zur
Belohnung für soviel Erfindungsgeist gab´s Koteletts mit
Knoblauchsauce, Erdäpfel und Salat. |
 |
Bild 9: Eine zufriedene
Mannschaft... |
 |
Bild 10: Und nochmals
Grillen... |
 |
Bild 11: So sieht die
Ankerwache in den frühen Morgenstunden aus ;-) |
 |
Bild 12: Die durch Bojen
gesicherte, schmale und sehr sehenswerte Durchfahrt 'Prolaz Proversa'.
Um unser Ziel, das Ende der 'L Telascica' Bucht zu erreichen,
mussten wir direkt am Randbereich der Buschbrände vorbeisteuern,
die am südlichsten Bereich von Dugi Otok wüteten. |
 |
Bild 13: 100m neben uns
ein Löschflugzeug beim Wassertanken. |
 |
Bild 14: Und alle 5
Minuten kam es wieder. |
 |
Bild 15: |
 |
Bild 16: Auch einige
Hubschrauber wurden zur Feuerbekämpfung eingesetzt. |
 |
Bild 17: |
 |
Bild 18: Löschen eines
neuen Brandherdes weit abseits des Hauptfeuers. |
|
Bild 19: Auf der
Heimfahrt über das Velebit-Gebirge teilte uns Andy per Funk mit,
dass seine Kühlwasseranzeige im roten Bereich sei. Während der
Pause zum Abkühlen des Motors (es war Samstag Mittag, die Sonne
brannte herunter) meinte Andy: 'Do mecht´ i net amoi tot über´n
Zaun hänga'. Die Anzeige war wieder normal - es ging weiter. Nach 2
Minuten erneut der Ruf nach einer Pause, weil schon wieder zu heiß.
In Erinnerung an meinen alten Volvo - wo auch immer der Thermostat
hängen blieb - griff ich zu einem Schraubenzieher und einem kleinen
Hammer (eigentlich ein Kinderhammerl) und klopfte ein paar mal kurz
auf den Thermostatdeckel (zu meiner Entschuldigung: beim Volvo
war´s ein Fäustl und es funktionierte immer). Das Ergebnis beim
Mazda ist am Bild zu sehen. Da das Loch leider nicht zu dichten war,
schleppten wir das Auto über den Berg zum nächsten Ort, wo ich
heute noch die Worte des 'Mechanikers' höre: 'Problema, Motor nix
gut, nix gut... |
 |
Bild 20: So kam es, wie
es kommen musste. Ein Abschleppwagen wurde gerufen, die Kosten
entsprachen wahrscheinlich einem durchschnittlichen, kroatischen
Monatsgehalt, aber wir hatten nur die Wahl, selbst zu schleppen, was
aber bei ca. 600km ausschied. Da es in den nächsten größeren
Ortschaften und auch in Zagreb keine Mazda-Werkstätte gab, wurde
die Fahrt mit dem Abschleppwagen verlängert, was der Fahrer mit
einem Leuchten in den Augen zur Kenntnis nahm. Schließlich kam die
Grenze zu Slowenien und unser Fahrer meinte allen Ernstes, wir
sollten mit ihm (in einem PKW) umkehren, um seinen Reisepass zu
holen... Gottlob hatten wir nicht nur Funkgeräte sondern auch ein
'richtiges' Handy im Gepäck, mit welchem wir über den
ÖAMTC-Partner einen Abschleppwagen riefen, der uns beim
slowenischen Grenzübergang erwartete. Mittlerweile war es schon 20
Uhr und außer einem Stück Brot mit Speck hatten wir seit dem
Frühstück noch nichts gegessen. Ruck zuck wurde der Wagen
umgeladen und es ging weiter. Da dieser Fahrer seinen Pass mit hatte
ging es auf direktem Weg zum Grazer ÖAMTC Stützpunkt. Trotz der
späten Stunde (2 Uhr morgens) trafen wir auf einen freundlichen
Mitarbeiter, der sich als 'MacGyver' herausstellte. Mit den Worten:
'Ich wollt´ immer schon ausprobieren, wie das
Aluminiumschweißgerät funktioniert' verschwand er mit dem
defekten Teil in der Werkstatt. Nach kurzer Zeit kam er wieder und
präsentierte uns stolz sein Werk - den zugeschweissten
Thermostatdeckel. Wir konnten weiterfahren und nach 450, hinter
einem Abschleppwagen zurückgelegten Kilometern bei 60km/h war es
eine Wohltat, wieder auf ein normales Auto zu sehen. Unser Zuhause
erreichten wir am Sonntag um 7 Uhr morgens nach einer 21stündigen
Fahrt und fielen todmüde ins Bett. |
|